Palmendieb

Der Palmendieb, auch Kokosnuss-Krabbe genannt, ist das grösste an Land lebende Krebstier. Ausgewachsen erreichen sie eine Körperlänge von bis zu 40 Zentimetern, ein Gewicht von 3-4 Kilogramm, und ihre Beinspannweite kann bis zu einem Meter betragen. Palmendiebe haben abstehende rote Augen. Ihre Körperfarbe variiert zwischen blau-violett und orange. Die männlichen Tiere sind in der Regel grösser als die weiblichen. Sie können mit ihren Zangen problemlos eine Kokosnuss öffnen und Gegenstände mit einem Gewicht von bis zu 28 Kilogramm hochheben. Sie sind auch in der Lage, senkrecht an Baumstämmen hochzuklettern. Palmendiebe können nicht schwimmen und würden im Wasser ertrinken. Die Zeitdauer, die ein Palmendieb unter Wasser verbringen kann schwankt von Minuten bis zu mehreren Stunden, da der Sauerstoffverbrauch von der individuellen Kondition und dem Stressniveau abhängt. Ihr Verbreitungsgebiet sind die Inseln im westlichen Pazifik und im östlichen indischen Ozean.
 
Greisengesicht Fledermaus

Die Greisengesicht Fledermaus gehört zur Gattung der Fruchtvampire. Ihren Namen verdanken sie der Gestalt ihre Kopfes. Das Gesicht ist breit und unbehaart, zahlreiche Hautfalten, die vor allem die Nase und den Mund umrahmen, geben den Tieren ein greisenhaftes Aussehen. Sie erreichen eine Körperlänge von 55 bis 70 Millimetern und ein Gewicht von 17 bis 28 Gramm. Diese Tiere leben in Mittel- und dem nördlichen Südamerika. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Mexiko bis Venezuela und schliesst auch die Inseln Trinidad und Tobago mit ein. Ihr Lebensraum sind in erster Linie Wälder, sowohl Regen- als auch trockene Wälder, meist in Höhen unter 1000 Metern. Sie sind nachtaktiv und begeben sich zwischen der Abenddämmerung und Mitternacht auf Nahrungssuche. Diese besteht ausschliesslich aus Früchten, wobei sie überreife Mangos, Bananen und Papaus bevorzugen. Tagsüber ruhen sie in kleinen Gruppen von zwei bis drei Tieren unter den Blättern der Bäume. Diese Gruppen sind ausserhalb der Paarungszeit nach Geschlechtern getrennt.
 
Saiga Antilope

Die Saigaantilopen gelten als stark gefährdete Tierart, ihr Bestand ist auf 100'000 Tiere geschrumpft und sie kommen fast nur noch in Russland, Kasachstan und der Mongolei vor. Das Fehlen der Tiere hat grosse ökologische Auswirkungen für den Erhalt der Steppen und des Graslandes. Ihr auffälligstes Merkmal ist die Nase. Die Nasenknochen sind sehr komplex; jede Nasenöffnung ist dicht mit Haaren und Schleimdrüsen besetzt. Nach verschiedenen Theorien soll diese Vorrichtung die eingeatmete Luft erwärmen und befeuchten. Einer anderen Theorie zufolge soll sie dazu dienen, das Blut bei drohender Überhitzung abzukühlen. Nur die Männchen tragen Hörner, die 20 bis 55 cm lang werden. Die Saiga haben ein dichtes wolliges Fell, welches im Winter dicker ist. Ihre Körperlänge beträgt zwischen 120 und 140 cm, sie haben eine Schulterhöhe 70 cm und ein Gewicht von 50 kg. Männchen können etwas grösser und schwerer werden. Sie leben in offener Steppe und nur in relativ flachem Gelände, steiles oder felsiges Gelände, sowie dichte Vegetation meiden sie.
 
Pfaufangschreckenkrebs

Ihr Lebensraum sind die küstennahen Regionen der tropischen und subtropischen Gewässer; unter Korallen oder in selbst gegrabenen Höhlen. Ihre Grösse variiert von 1 cm bis zu ca. 35 cm. Sie haben auf Stielen sitzende Augen, welche aus je bis zu 10'000 hoch auflösenden Elementen bestehen. Dank einem Querband wird ein Objekt aus drei Blickwinkeln gesehen. Es ist ihnen so möglich, eine Beute anzupeilen, die Distanz exakt zu bestimmen und dadurch ihre Beute blitzschnell zu erlegen. Sie schlagen innert 3 Millisekunden zu, dies entspricht einer Beschleunigung von 100 m pro Sekunde. Der Aufprall ist dann so stark, dass die Opfer betäubt oder die Schalen und Panzer zertrümmert werden. Sie sind intelligent, haben ein hoch entwickeltes Sozialverhalten und ein bemerkenswertes Erinnerungsvermögen. Es wird davor gewarnt, diese Tiere zu bedrängen. Es kann durchaus sein, dass sie ihr Schmetterorgan zur Verteidigung einsetzen. Damit sind sie ohne weiteres in der Lage, die Frontscheibe einer Kamera zu zertrümmern oder den Finger eines Tauchers zu brechen.
 
Gürteltiergerbil

Diese Tiere leben in den warmen Sandebenen Argentiniens. Sie bevorzugen es, sich in sehr trockenem Boden einzugraben wo sie sich auch permanent aufhalten. Sie haben dank ihrer Klauen die Fähigkeit durch den Boden zu gleiten wie ein Schwimmer. Sie verlassen ihre Höhlen aber, wenn sich Regen ankündigt. Meist sind sie in der Nähe von Ameisenhaufen und somit ihrer Nahrungsquelle anzutreffen. Ameisen sind ihre bevorzugte Nahrung, sie verspeisen aber notfalls auch Schnecken, Würmer und pflanzliche Nahrung. Sie sind Einzelgänger und bleiben tagsüber in ihren Höhlen, nachts gehen sie auf Nahrungssuche. Sie sind ausgesprochen gute Gräber und können sich innert Sekunden vollständig selbst eingraben. Der Gürteltiergerbil ist das kleinste Mitglied der Familie der Gürteltiere und wird nur ca. 10 cm lang. Er ist auch das einzige Tier bei dem die Rückenplatte nur spärlich am Körper festgewachsen, ja fast vom Körper abgetrennt ist. Leider gehört auch dieses Tier durch die Zerstörung seines Lebensraums zu den stark gefährdeten Arten.
 
Penisschlange

Bei diesem Tier handelt es sich nicht um eine Schlange sondern um einen Lurch. Sie leben in den Flüssen der Amazonasregion und halten sich dort auf dem Grund oder zwischen Steinen auf. Bisher sind sie weitestgehendst unerforscht. Sie gehören aber zur Familie der Blindwühlen und sind Amphibien. Sie verfügen, dem Namen zum Trotz, durchaus über Augen und müssen nicht komplett blind sein. Was das grösste Rätsel aufgibt, ist die Atmung der Tiere, da ihnen die Lungen fehlen. Bisher wird vermutet, dass sie Sauerstoff über die Haut aufnehmen. Das diese sehr faltig ist, könnte dabei nützlich sein: Die Falten vergrössern die Oberfläche, über die Sauerstoff aufgenommen werden kann. Die Forscher sind sich aber nicht sicher, ob diese Erklärung richtig ist. Sie erreichen eine Grösse von 70 bis 100 cm und wiegen 140 bis 840 Gramm, was eigentlich zu gross ist für einen Hautatmer. Weder über ihre Ernährung noch über ihre Lebenserwartung oder ihr Fortpflanzungsverhalten ist bisher etwas bekannt.
 
Sternmull

Der Sternmull gehört zur Familie der Maulwürfe und lebt in Nordamerika. Er unterscheidet sich von allen anderen Maulwürfen durch die 22 fingerförmigen Hautanhänge auf der Schnauze. Die Tiere erreichen eine Länge von 10 bis 13 Zentimetern. Der Schwanz wird 6 bis 8 Zentimeter lang. Erwachsene Tiere wiegen zwischen 40 und 85 Gramm. An der Spitze der Schnauze haben Sternmulle jeweils 11 kreisförmig angeordnete, fingerartige Fortsätze. Diese dienen als Tastorgane, mit denen innerhalb von Sekundenbruchteilen potenzielle Beutetiere aufgespürt und auf ihre Fressbarkeit untersucht werden können. Die Bewegungen sind dabei so schnell, dass das menschliche Auge ihnen nicht folgen kann. Messungen belegen, dass ein Sternmull bis zu dreizehn potentielle Beutetiere pro Sekunde berühren und untersuchen kann. Somit ist er vierzehnmal schneller als seine Verwandten ohne die Fortsätze. Sie ernähren sich hauptsächlich von Ringelwürmern und Insekten, sind sowohl tag- als auch nachtaktiv, halten keinen Winterschlaf und leben monogam.
 
Rotlippiger Fledermausfisch

Dieses Tier gehört nicht zur Gattung der Fledermausfische, sondern zur Familie der Seefledermäuse. Diese leben weltweit, mit Ausnahme des Mittelmeers, in subtropischen und tropischen Meeren, auf dem Grund, meist in grösseren Tiefen von teilweise weit mehr als 100 Metern. Diese Fische werden zwischen 5 und 30 Zentimeter lang und ernähren sich von Würmern und anderen Fischen. Sie sind ausgesprochen schlechte Schwimmer und "gehen" daher meistens auf ihren Flossen auf dem Grund des Meeres entlang. Da sie nur in grossen Tiefen anzutreffen und ausserdem sehr selten sind ist über ihr Verhalten und ihre Lebensweise nur wenig bekannt.
 
Belutschistan-Zwergspringmaus

Bei dieser Art handelt es sich um ein sehr kleines Nagetier mit gerade mal einer Körperlänge von 37 bis 46 mm und einer Schwanzlänge von 72 bis 94 mm. Die Füsse messen 18 bis 19 mm. Durch ihre Behaarung gelingt es den Tieren auf dem Sand mühelos zu laufen ohne dabei einzusinken. Tagsüber ruhen die Tiere zum Teil mit den Beinen nach oben gestreckt. Sie leben im Südwesten von Pakistan auf etwa 1050 Metern, möglicherweise auch im angrenzenden Afghanistan. Die Nahrung setzt sich hauptsächlich aus verschiedenen Saaten, Sprossen, Stengel, Wurzeln und Insekten zusammen.
 
Koboldhai

Der Koboldhai ist ein seltener, wenig bekannter Tiefseehai. Er ist die einzige heute lebende Art der Familie Mitsukurinidae, die seit 125 Millionen Jahren nachgewiesen ist. Der Hai erreicht eine durchschnittliche Länge von 3 bis 4, 5 Metern. Ein Exemplar das im Golf von Mexiko gefangen wurde war soger über 6 Meter lang. Dieses Tier lebt in Tiefen von 100 bis 1300 Metern und sein Verbreitungsgebiet reicht vom Golf von Mexiko über Frankreich bis Südafrika. Auch im indischen Ozean, in Japan, Australien und Neuseeland sowie Kalifornien wurde er nachgewiesen. Der Koboldhai wird von der IUCN aufgrund seines grossen Verbreitungsgebietes als nicht gefährdet eingeordnet.
 
Pandaameise

Bei der Pandaameise handelt es sich nicht wie man annehmen könnte um eine Ameise, sondern um eine Wespe, deren Stich sehr schmerzhaft ist. Daher wird sie auch oft der Kuh-Killer genannt. Allerdings besitzen nur die weiblichen Tiere einen Stachel, haben dafür aber, im Gegensatz zu den viel grösseren Männchen, keine Flügel. Sie leben in den Kiefernwäldern Chiles. ihren Namen haben sie aufgrund ihrer Färbung erhalten. Die Pandaameisen haben ein aussergewöhnlich hartes Skelett, eine Eigenschaft, die beim Einnehmen fremder Nester sehr hilfreich ist, da sie so vor Bissen weitestgehendst geschützt sind. Im Gegensatz zu echten Ameisen haben sie keine Drohnen, Arbeiter oder Königinnen. Sie erreichen eine Länge von 8 mm, eine Höhe von 2 bis 3 mm und ein Alter von zwei Jahren.
 
Aye-Aye

Das Aye-Aye, oder Fingertier, ist eine Primatenart aus der Gruppe der Lemuren. Es lebt auf Madagaskar und ist ein nachtaktiver Allesfresser. Sie erreichen eine Körperlänge von 36 bis 44 cm, der Schwanz wird 50 bis 60 cm lang und sie wiegen 2 bis 3 kg. Über die natürlichen Feinde des Aye-Aye ist wenig bekannt. Der einzige bekannte Fressfeind ist die Fossa, eine sehr seltene Frettkatze. Wie alt die Tiere in freier Wildbahn werden ist unbekannt; in menschlicher Obhut können sie aber ein Alter von 24 Jahren erreichen. Die IUCN listet diese Art Aufgrund des Rückgangs der Population um 50% in den letzten 24 Jahren als "stark gefährdet". Da sie häufig in Plantagen eindringen und die Feldfrüchte fressen, gelten sie als Plage und werden verfolgt. Wild wachsende Bäume, die ihnen Nahrung liefern würden, werden aber gefällt um das Holz zu verarbeiten.

© National Geographic Photograph by Thorsten Negro, Imagebroker, Corbis
 
Meer Schwein (Scotoplanes globosa)

Diese Tiere gehören zur Ordnung der Seegurken, sie leben weltweit in allen Ozeanen, vor allem in der Tiefsee bis in die Tiefen von 10'000 Metern und werden 10 bis 15 cm lang. Vermutlich ernähren sie sich auch von Plankton, dies ist aber nicht mit Sicherheit erwiesen. Sie sind aber von grosser Bedeutung für das ökologische Gleichgewicht der Tiefsee, da sie sich von Rückständen auf dem Grund ernähren auf dem sie entlang wandern und führen diesem dabei Sauerstoff zu. Dadurch wird das Leben für andere Tieefseebewohner in diesen Tiefen erst möglich. Ihre Körper sind sehr instabil da sie eine grosse Menge an Wasser enthalten. Daher können sie in gelatineartige Fragmente zerbrechen wenn sie in Netzen gefangen werden. Die "Antennen" auf ihrem Kopf sind keine Fühler, sondern weitere Füsse, die vermutlich die sensorische Funktion haben Futter zu finden.
 
Handwühle / Ajolote

Das Verbreitungsgebiet dieses eigentümlich aussehenden Reptils ist der Westen Mexikos. Diese Tiere werden rund 20 cm lang, sie haben (nur) vorne ein stummelartiges Armpaar mit gut entwickelten längeren Krallen. Damit graben sie sich durch den Sandboden ihres wüstenartigen Lebensraums. Sie ernähren sich von Insekten, hauptsächlich von Ameisen und Termiten.
   
Axolotl

Der Axolotl ist ein Schwanzlurch. Er wird 23 bis 28 cm lang. Die normale Wildfärbung ist dunkelgrau oder braun marmoriert. Ihre Heimat ist Mexiko-Stadt wo sie in zwei Seen in einem Vulkanbecken lebten. Die Tiere sind nachtaktiv, bevorzugen kühles Süsswasser und halten sich auf dem Grund auf. Eine Besonderheit der Axolotl ist, dass sie nie richtig erwachsen werden, sondern ihr gesamtes Leben im Larvenstadium verbringen. Grund dafür ist ein angeborener Schilddrüsendefekt; die für die Metamorphose notwendige Hormone werden bei ihnen nicht ausgeschüttet. Sie besitzen die aussergewöhnliche Fähigkeit Gliedmassen, Organe und sogar Teile des Gehirns und Herzens wiederherzustellen. Sie ernähren sich von Krebstieren, Insektenlarven, kleinen Fischen sowie dem Laich anderer Lurche. Die IUCN stuft den Axolotl in der höchsten Kategorie als "akut vom aussterben bedroht" ein. Bereits im Januar des Jahres 2014 konnten trotz viermonatiger Suche keine frei lebenden Tiere mehr gefunden werden.
 
Dumbo-Krake

Dumbo-Kraken sind Tiefseetiere und leben auf dem Grund des Meeres in extremen Tiefen von 3'000 bis 4'000 Metern. Einige Arten sogar in Tiefen von bis zu 7'000 Metern. Von allen bekannten Kraken Arten ist diese Gattung diejenige die in den grössten Tiefen lebt und auch eine der seltensten Arten. Sie ernähren sich von Krebstieren, Muscheln und Würmern. Die durchschnittliche Lebensdauer beträgt 3 bis 5 Jahre. Sie sind weltweit in den vielen Gewässern zu Hause. Die grösste Dumbo-Krake die je entdeckt wurde hatte eine Länge von 1,8 Metern und wog 5,9 Kilogramm.
 
Riesenvogelspinne / Goliath-Vogelspinne

Die Goliath-Vogelspinne gilt mit bis zu 12 cm Körperlänge und einer Beinspannlänge von bis zu 30 cm als die grösste Spinne der Welt; was ihr einen Eintrag im Guiness Buch der Rekorde verschafft hat. Ihre Kieferklauen erreichen eine Länge von 2,5 cm und ihr Hinterleib kann in Gefangenschaft bei übermässiger Fütterung die Grösse eines Tennisballs erreichen. Diese Tiere sind im tropischen Regenwald Südamerikas zu Hause, besonders im nördlichen Teil Brasiliens, in Venezuela und Guyana. Sie bevorzugen feuchte Gebiete und graben sich tiefe Wohnhöhlen. Ihre Lebenserwartung in freier Wildbahn liegt bei 12 Jahren. Diese Tiere sind sehr agressiv und unberechenbar. Fühlen sie sich gestört oder bedrängt erzeugen sie gut hörbare Zischlaute. Hört die Störung nicht auf, fängt die Vogelspinne mit dem Bombardieren mit Brennhaaren und Beinschlagen an. Als letzte Instanz beisst sie zu. Das Gift dieser Spinne ist nicht das Problem, sondern die tiefe und äusserst schmerzhafte Fleischwunde die sie verursachen kann.
 
Blobfisch

Der Blobfisch gehört zu den Dickkopf-Groppen, wird bis zu 70 cm lang und erreicht ein Gewicht von bis zu 9,5 kg. Er ernährt sich von Krebstieren, Seeigeln und Weichtieren. Soweit bekannt ist, hat er keine natürlichen Feinde und lebt in der Tiefsee des Südwestpazifik. Sobald dieses Tier an die Wasseroberfläche gebracht würde, müsste er sterben, da er den veränderten Druckverhältnissen nicht standhalten könnte. Sein Körper hat kaum Muskeln, der Körper besteht hauptsächlich aus einer gallertartigen Masse, aufgrund seiner Anpassung an den Lebensraum der Tiefsee. Auf dem Meeresboden wartet er halb vergraben und bewegungslos, bis Beute naht und er zuschnappen kann. Eine nur geringfügigere Dichte als Wasser ermögicht es diesen Fischen, im Wasser gleichsam zu schweben und so den Auftrieb zu nutzen. Obwohl er keine natürlichen Feinde hat, gehört er zu den bedrohten Tierarten, da er immer wieder in Fangnetze von Tiefseefischern gerät.
 
Riesenasseln

Diese Tiere erreichen eine Länge von bis zu 45 cm und ein Gewicht von bis zu 1,7 kg. Ihre Körper sind von einem kalkhaltigen, aus schuppenförmigen Segmenten bestehenden Skelett geschützt und sie haben enorm vergrösserte Augen, um trotz des schwachen Lichts der Tiefsee ausreichend sehen zu können. Sie leben in Tiefen von 150 bis 2'000 Metern. Ihre Augen bestehen je nach Grösse des Tieres aus 3'000 bis 4'000 Facetten und sind sehr lichtempfindlich und werden, wenn man sie in normales Tageslicht bringt, dauerhaft schwer geschädigt. Es gibt zwei Antennenpaare. Die Brustlaufbeine sind in sieben Paaren angeordnet. Hinzu kommt ein Paar Laufbeine, die zu Mundwerkzeugen umgewandelt wurden. Der Hinterleib besteht aus fünf Segmenten, jedes ausgestattet mit einem Paar flachen Blattbeinen, die zum Schwimmen und als Kiemen dienen. Ausserdem haben sie zusätzliche Kiemen an den ersten und zweiten Schwimmbeinen.
 
Elysia Chlorotica

Eine Meeresschnecke, die am Anfang ihres Lebens grüne Algen frisst. Diese Algen verdaut die Schnecke dann nicht vollständig, sondern baut die grünen Farbkörperchen in die Zellen rund um ihren Verdauungstrakt ein. Je mehr Algen sie frisst, desto grüner wird sie. Die Schnecke geht sogar vom aktiven Dasein in ein mehr oder weniger vegetatives Stadium über, denn offenbar kann sie, wenn sie sich erst einmal grün gefressen hat, monatelang ohne Nahrung auskommen. Sie lebt einfach von Wasser und der Energie, die das Grün in ihrem Inneren durch die Umwandlung von Licht liefern. Die Schnecke ritzt ein kleines Loch in die Algen und saugt ihre Zellen aus. Die meisten Zellbestandteile verdaut sie, aber offenbar nicht die grünen Farbkörperchen. Diese ermöglichen es ihr, selbstständig Fotosynthese zu betreiben. Denn irgendwann in der Evolution scheint die Schnecken einige Algengene in ihr eigenes Erbgut eingebaut zu haben. Diese Gene ermöglichen es ihr, die gestohlenen Farbkörperchen zur Fotosynthese anzutreiben.