Krater von Derweze



Der Krater von Derweze befindet sich in der Wüste Karakum in Turkmenistan. Da er in Flammen
steht, haben Einheimische ihm den Namen "Tor zur Hölle" gegeben. Während Bohrungen im Jahr 1971 fanden Geologen zufällig eine mit Erdgas gefüllte unterirdische Höhle. Der Boden unter der Bohrplattform brach zusammen, wodurch ein grosses Loch mit einem Durchmesser von etwa 70 Metern entstand. Um die Freisetzung des giftigen Gases zu vermeiden, wurde beschlossen, es zu verbrennen. Entgegen der ursprünglichen Hoffnung erlosch das Feuer nicht nach einigen Tagen, sondern ist weiterhin aktiv.

Body Farm USA



Auf der Body Farm werden wissenschaftliche Studien zu postmortalen Veränderungen an Menschen, also über Verwesungsprozesse von Leichen, an freier Luft durchgeführt. Weltweit gibt es bis heute nur vier derartige Einrichtungen, die sich alle in den Vereinigten Staaten von Amerika befinden.
Aokigahara



Aokigahara ist ein Wald in Japan und erstreckt sich über etwa 35 km². Lebensmüde aus ganz Japan kommen zum Sterben in den Aokigahara. Im Jahr 2003 wurden insgesamt 105 Tote gezählt, es wird aber vermutet, dass es noch mehr Leichen gibt, diese aber wegen der Dichte des Waldes nicht gefunden wurden.

Jatinga



Jatinga, ein Ort in Indien, an dem Vögel zu Hunderten kommen und Selbstmord begehen. Dieser Ort liegt im nord-östlichen Bundesstaat Assam. Jahr für Jahr und stets zur gleichen Zeit passiert hier ein bizarres Schauspiel: Vögel fallen wie Steine vom Himmel auf die Erde. Sie fliegen scheinbar absichtlich in Flammen und andere Lichtquellen und sterben dabei. Noch bis vor einigen Jahren wusste kaum jemand, ausser den Bewohnern Jatingas selbst von diesem Phänomen. Bis heute ist nicht geklärt, wie und warum ganze Scharen von Vögeln in diese Region Assams kommen und Suizid begehen.
Lake Hillier, Australien



Der Grund für die Färbung des Sees ist untersucht und letztendlich nicht geklärt worden. Man nimmt jedoch an, dass die Nährstoffkonzentration aus verschiedenen organischen und anorganischen Stoffen sowie verschiedene Bakterien und Algen im See die Verursacher dieser einmalig intensiven Rosa-Färbung sind. Die Farbe des Wassers verändert sich auch dann nicht, wenn es entnommen und in ein Gefäss gegeben wird. Einmalig ist am Lake Hillier, dass er die Pinkfarben dauerhaft zeigt, während es einzelne andere Salzseen gibt, die nur unter bestimmten Wetterbedingungen und Lichtverhältnissen diese seltene Wasserfärbung zeigen.

Pamukkale, Türkei



Pamukkale erhielt seinen Namen durch die Kalksinterterrassen, die über Jahrtausende durch kalkhaltige Thermalquellen entstanden sind und heute eine Touristenattraktion darstellen. Die Terrassen stehen auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO. Von dieser Quelle werden pro Sekunde 250 l Thermalwasser (ca. 30 °C) ausgeschüttet, d. h. täglich 21.600 m³. In einem Liter sind 2,2 g Kalk gelöst, der zum Teil ausgeschieden wird; die tägliche Menge könnte damit maximal 48 Tonnen erreichen, tatsächlich ist es deutlich weniger.

Hochplateau Mount Roraima, Brasilien, Venezuela & Guyana



Die grösste Ausdehnung des Roraima-Hochplateaus beträgt etwa 15 km und erhebt sich bis zu 700 Meter über den tropischen Regenwald. Die Landschaft auf dem Hochplateau ist ein Felslabyrinth mit vielen Schluchten – teilweise mehrere hundert Meter tief – und keine Hochebene, wie man früher annahm. Auf dem Roraima sind etwa 80 Prozent aller Organismen endemisch, d. h. es handelt sich um eine einzigartige, nur auf dem Tepui vorkommende Tier- und Pflanzenwelt, wie sie an keinem anderen Ort der Welt zu finden ist. Eine Ursache ist die mehrere hundert Meter hohe Steilwand, die eine unüberwindbare Barriere darstellt, eine andere das unterschiedliche Klima, das zu einer thermischen Isolation gegenüber dem Regenwald führt. Auf dem Boden herrscht ein feuchtes, tropisches Klima (~ 30 °C), auf dem Plateau dagegen ein eher gemäßigtes (~ 10 °C) mit unterschiedlichen Wetterverhältnissen.

Das Auge Afrikas, Mauretanien



Das Auge Afrikas ist ein ringförmiges, kraterähnliches geologisches Gebilde in der Sahara im Norden Mauretaniens. Die Ringhügel haben einen Durchmesser von 45 Kilometern, sind nur wenige Meter hoch und bestehen aus Sedimentgestein. Ursprünglich wurde die Struktur als Meteoritenkrater interpretiert. Der Sahara-Forscher Théodore Monod veröffentlichte 1954 eine Schrift, in der er die Auffassung unterstützte, es könne sich um eine vulkanische Explosion auf der Erde handeln. 1969 entdeckte Robert S. Dietz Hinweise auf einen Meteoriteneinschlag. Die Entstehung dieser kreisförmigen Struktur ist nicht restlos geklärt. Da die Struktur aus dem Weltall besonders auffällig zu sehen ist, wurde sie bei Shuttle-Missionen von Astronauten zur Orientierung benutzt.
Das Bermuda-Dreieck



Bermudadreieck (auch Teufelsdreieck), ist ein Seegebiet, das sich im westlichen Atlantik befindet . Durch diverse Schiff- und Flugzeugunglücke erhielt das Bermudadreieck den Ruf, dort verschwänden vermehrt immer wieder Schiffe oder Flugzeuge. Einige dieser Vorfälle, konnten tatsächlich nie restlos geklärt werden. Einige Wissenschaftler haben aber riesige Methangas-Vorkommen in diesem Gebiet entdeckt, die dafür verantwortlich sein könnten. In Wassertiefen von 500 bis 2000 Metern kann sich aus Methan bei bestimmten Temperaturen Methanhydrat bilden. Kommt es zu abrupten Änderungen des Drucks und der Temperatur (z.B. durch ein Seebeben, Erdbeben oder durch tektonische Verschiebungen), kann Methan entweichen und es kommt zum Methanausbruch. Das Gas steigt dann in Blasen auf. Die mittlere Dichte dieses Gas-Wasser-Gemischs ist dabei viel geringer als die des Wassers. Befindet sich nun ein Schiff über einem solchen Gemisch, sinkt es ein, weil der Auftrieb des Schiffs stark verringert ist. Ausserdem entsteht beim Aufsteigen der Gasblasen durch die Reibung mit dem Wasser eine elektrische Ladung. Diese kann Magnetfelder erzeugen, welche das Ausfallen elektrischer und magnetischer Geräte, so auch von Kompassen, erklärt was eine Positionsbestimmung unmöglich macht. Das Verschwinden der Flugzeuge begründet man ausserdem auch damit, dass sich aufgestiegenes Methangas an den Motoren der Flugzeuge entzünden kann.

Die Overtoun Brücke, Schottland



Die Overtoun Bridge ist eine aus dem Jahre 1895 stammende Granitbrücke. Von dieser ca. 15 m hohen Brücke sprangen häufig Hunde aus zunächst unerklärlichen Gründen spontan über die Brüstung in den Tod, weshalb die Brücke als verflucht galt. Auffällig war auch, dass die Tiere meist an derselben Stelle sprangen. Selbst ein Tier, das den Sturz überlebt hatte, versuchte am selben Ort wieder über die Brüstung zu springen. Durch umfassende Untersuchungen konnte der Grund für dieses Verhalten 2006 schliesslich geklärt werden. Die Hunde reagierten offenbar auf das Drüsensekret von Nerzen, welche unterhalb dieser Brücke nisten.
Insel der Puppen, Mexiko



Die Isla de las Muñecas (spanisch für Puppeninsel) ist eine mexikanische Insel. Auf der gesamten Insel sind Hunderte verstümmelter Spielzeugpuppen in den Bäumen aufgehängt. Der einzige Bewohner der Insel war bis zu seinem Tod im Jahr 2001 der Fischer Julián Santana Barrera. Gemäss seinen Erzählungen ist vor dem Ufer der Insel 1951 ein kleines Mädchen ertrunken. Ihre Leiche wurde an den Strand gespült und von ihm gefunden. Von da an fühlte er sich vom Geist des Mädchens verfolgt. Angeblich habe er ständig ihre Schreie nach Spielzeug gehört. Darum sammelte er weggeworfene Puppen, die er fand, um den Geist des Mädchens damit zu besänftigen. Als dieser aber nicht wie von ihm erwartet verschwand, begann er damit, die Puppen zu verstümmeln und als Abschreckung für den Geist in die Bäume zu hängen. Fast 1000 Puppen, teilweise ohne Augen oder Gliedmassen, hängte er bis zu seinem Tod in die Bäume. Er ertrank 2001 an derselben Stelle, an der er genau 50 Jahre zuvor das tote Mädchen gefunden hatte. Die Insel wird heute häufig von einheimischen Festlandbewohnern als Ort für Mutproben genutzt. Die meisten Puppen bewegen sich im Wind in den Bäumen und vermittlen so den Eindruck, lebendig zu sein. Jugendliche müssen zum Beweis für ihren Mut eine Nacht auf der Insel verbringen. So wurde die bereits vorhandene Puppensammlung auch ständig erweitert und immer neue Puppen in die Bäume gehängt. Die Insel wird auch bei Touristen immer beliebter, so gibt es mehrmals täglich Bootsausflüge für Interessierte. Das Betreten wie auch die Überfahrt sind kostenpflichtig. Einziger Bewohner ist heute Anastacio Santana, der Neffe des verstorbenen Julián Santana Barrera.

Sơn-Đoòng-Höhle, Vietnam



Die Sơn-Đoòng-Höhle (Bergflusshöhle) ist eine Höhle im Nationalpark Phong Nha-Ke Bang in Vietnam, 50 km nördlich von Dong Hoi und 450 km südlich von Hanoi. Sie wurde 1991 von einem Einheimischen entdeckt aber erst im Jahr 2009 durch eine britische Gruppe von Höhlenforschern erforscht. Im April diesen Jahres entdeckten britische Forscher in diesem Nationalpark zwanzig neue Höhlen mit einer Gesamtlänge von 56 Kilometern, darunter die nach ihren Angaben grösste der Welt: die Sơn-Đoòng-Höhle mit mehr als 250 Metern Höhe.
Cristo degli abissi



Der Cristo degli abissi (Christus der Abgründe) ist eine Bronzestatue, die am 22. August 1954 auf dem Meeresgrund in der Bucht von San Fruttuoso, Ligurien aufgestellt wurde. Die Statue befindet sich in einer Tiefe von 15 Metern. Der Grund eine solche Statue an dieser Stelle im Meer zu platzieren, war dem bei einem Tauchunfall 1950 ums Leben gekommenen Dario Gonzatti zu gedenken. Bei ihrer Versenkung in 17 Meter Tiefe war die Italienische Marine beteiligt. Die Statue ist circa 2,5 Meter hoch. Die Hände sind im Zeichen des Friedens gegen die Meeresoberfläche gerichtet. 2003 wurde der Cristo degli abissi restauriert und am 17. Juli 2004 in geringerer Tiefe wiederaufgestellt.

Mendenhall Eishöhlen, Alaska



Die Mendenhall Eishöhlen in Alaska befinden sich ca. 21 km von Juneau, der Hauptstadt Alaskas entfernt im Mendenhall Gletscher. Berühmt ist der Gletscher für seine blauen Eishöhlen. Forscher haben uralte Bäume unter dem Eis in dieser Höhle entdeckt, die diese formen. Deshalb kann man sie auch von innen bewundern. Der Besuch der Höhlen ist nicht ganz ungefährlich, da durch die globale Erwärmung der Gletscher langsam schmilzt und dadurch immer wieder Eisbrocken von der Decke fallen können.
Don Juan See, Antarktis



Der Don-Juan-See, ist ein kleiner, sehr flacher hypersaliner See in der Antarktis. Am westlichen Ende gibt es einen kleinen Zufluss und eine Eigentümlichkeit, die als ein Felsengletscher beschrieben wurde. Der See gilt als salzigstes Gewässer der Erde mit einem Salzgehalt von über 40 % und hat damit einen höheren Salzgehalt als das Tote Meer oder der Assalsee in Dschibuti. Der See wurde 1961 entdeckt; leider ist seine Grösse ist im Laufe der Zeit erheblich geschrumpft. 1977 betrug seine Fläche noch rund 0,25 km². Im Januar 1997 hatte er noch eine Tiefe von ca. 10 cm und im Dezember 1998 war der See bis auf eine Fläche von ein paar Dutzend Quadratmetern schon fast ausgetrocknet.

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